Etappe 13 - Gran Canaria und Teneriffa

Das Dorf Tejeda und der Roque del Nublo (Gran Canaria)

 

Gran Canaria und Teneriffa
05.11.- 20.11.2021

Karibiktörn 2021 - Etappe 13
Die zwei „großen“ Inseln der sieben Kanaren. Vom Touristenrummel bis zu einsamen Wanderungen ist alles dabei.


Früh am Morgen des 5.11. liefen wir in Morro Jable/Fuerte Ventura aus. Die Sonne ging hinter uns auf und ein stetiger Wind pfiff uns in der „Düsenzone“ zwischen Fuerte Ventura und Gran Canaria um die Ohren. Zusammen mit günstiger Strömung und Welle erreichten wir sogar 8,4 Knoten Geschwindigkeit. Jubel - unsere bisherige Höchstgeschwindigkeit :).

Wie schon erwähnt, sind die Häfen momentan sehr voll, aber glücklicherweise hatten wir eine Reservierung für einen Liegeplatz und ein Mietauto in der Marina Pasito Blanco. Mit dem Auto erkundeten wir während der nächsten zwei Tage Gran Canaria, fuhren in den Norden auf der Suche nach Bäumen und Grün und erlebten in den Bergen am Paso Nublo einen krassen Wetterwechsel. Dicker Nebel, Nieselregen und nur noch 7 Grad. Da wollten wir gar nicht aussteigen.

Als wir auf einer Karte entdeckten, dass es einen Jakobsweg in Gran Canaria gibt, war klar, wo es hingeht. Tatsächlich erwies sich die Etappe 2 des „Caminos de Santiago“ als wunderschön und fast schon alpin wanderten wir durch Kieferwälder und an schroffen Felsformationen vorbei. Das Wander*innenherz lachte.

Unser nächster Hafen in Puerto Mogan war ein „historischer“ Stopp, denn Peter war hier schon einmal 2016 und entschied sich hier im Gespräch mit anderen Seglern nach einer Stahlyacht der Feltz Werft zum Kauf zu suchen. Et voilà – hier sind wir mit unserer FantaSea – einer Stahlyacht von Feltz.  Ein Prosit darauf!

Crewmitglied Sabine verlängerte noch und so starteten wir zu dritt am 12.11. Richtung Teneriffa. Hatten wir in der Landabdeckung zunächst noch Flaute, so frischte der Wind in der „Düse“ auf 20 Kn auf und wir rauschten dahin - immer den schneebedeckten Teide, den höchsten Berg Spaniens, als Richtmarke im Blick. So macht segeln Freude.

Teneriffa wird als besonders mannigfaltiger Mikrokosmos beschrieben und so erlebten wir das auch.  Das ganze Jahr Sonnenbaden und Schwimmen im Meer , Schnee auf dem Teide, pechschwarze Lavawüsten, ausgedehnte Lorbeer- und Kieferwälder, senkrechte Steilküsten und schroffe Schluchten.

Der (Massen)Tourismus mit regelrechter Bauwut hat hier Mitte des 20. Jahrhunderts radikal eingegriffen und insbesondere in den südlichen Küstenregionen fand eine große Zersiedelung statt. Oft ist es schwer den Ortskern zu entdecken.

Da es in Teneriffa wenig passende Marinas für Segler*innen gibt und außerdem noch viele Yachten unterwegs sind, fanden wir keinen Hafen.  So spülte uns dieser Umstand direkt in die Touristenhochburg Los Cristianos im Südosten Teneriffas. Dort warfen wir direkt gegenüber dem großen Strand unseren Anker. Skeptisch blickten wir auf das blinkende Leben an Land, aber waren dann doch sehr zufrieden, denn wir konnten mit dem Dingi rüber rudern, in das trubelige Leben mit Bars und Restaurants eintauchen, oder uns aufs Boot zurückziehen. Muy bien. Außerdem ist der Ort ein guter Standort, um die Insel zu entdecken. Und so konnten wir die oben beschriebene Vielfalt der Insel mit dem öffentlichen Bus erkunden, machten Wanderungen und besuchten die Universitätsstadt La Laguna, die einen großartig restaurierten Altstadtkern hat. 

Wie so oft stellen wir fest „Es kommt meist anders als geplant, aber wird doch gut“.

In Los Cristianos verabschieden wir Sabine, die ins neblige Deutschland zurückreist. Wir segeln nach Südwesten an der schroffen Steilküste entlang. Grandiose Felswände im Abendlicht sind ein guter Anblick, um von Teneriffa Abschied zu nehmen.

Wir nehmen Kurs auf die kleinen Inseln der Kanarengruppe – Gomera und El Hierro.

Tourdaten

Start: Fuerte Ventura
Ziel:
Kanarische Inseln - Gran Canaria und Teneriffa
Distanz:
154 Seemeilen
Segelzeit:
4 Tage
Gesamtzeit:
14 Tage
Max. Windstärke:
25 Knoten
Max. Geschwindigkeit: 8,4 Knoten - Jubel

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Etappe 14 - La Gomera und El Hierro

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